ÜBER EQUINERD

You didn’t come this far to stop

Der Pferdemarkt ist laut. Supplement hier, Wunderkraut da – und überall das unterschwellige Versprechen: Wer sein Pferd wirklich liebt, kauft das hier. Wer nicht supplementiert, optimiert und jeden Trend mitmacht, ist kein guter Pferdehalter. Das ist kein Zufall. Das ist Methode. Influencer, selbsternannte Tierernährungsexperten und Therapeuten ohne jeden fachlichen Hintergrund haben verstanden, dass Pferdehalter eines gemeinsam haben: Sie lieben ihre Tiere und wollen das Beste für sie. Und genau diese Emotion wird ausgenutzt. Systematisch. Mit Schuldgefühlen, Halbwahrheiten und Versprechen, für die es keine wissenschaftliche Grundlage gibt. Das finde ich unfair. Und im schlimmsten Fall ist es gefährlich. Denn wer glaubt, alles über Futter und Nahrungsergänzung lösen zu können, sucht möglicherweise zu spät nach echten Antworten. Echte Diagnosen verschwinden hinter Pulverchen-Empfehlungen. Echte Erkrankungen werden mit Kräutermischungen verwaltet statt behandelt.

EquiNerd ist die Gegenbewegung dazu

Mein Ziel ist nicht, dir zu sagen, was du tun sollst. Mein Ziel ist, dich in die Lage zu versetzen, es selbst zu entscheiden. Mit echten wissenschaftlichen Informationen, verständlich aufbereitet – für Laien genauso wie für Profis, für Skeptiker genauso wie für alle anderen. Ohne emotionalen Druck. Ohne Verkaufsabsicht.

Ein guter Pferdehalter braucht keine fünfundzwanzig Pulverchen. Ein guter Pferdehalter braucht Wissen. Genau das liefere ich. Mein Anliegen ist es, wissenschaftlich fundiertes Wissen zugänglich zu machen und gleichzeitig über die Mechanismen von Marketing, Fehlinformation und rechtlichen Grauzonen im Pferdebereich aufzuklären. Ziel meiner Arbeit ist es, evidenzbasierte Inhalte wieder stärker im öffentlichen Diskurs zu verankern und Pferdehalterinnen und Pferdehalter zu befähigen, fundierte und verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen.

DIE PHILOSOPHIE

DIE AUTORIN

Hanne Störmer absolvierte ihr Studium der Agrarwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Nach dem Studium verlagerte sich ihr fachlicher Schwerpunkt zunehmend auf die Schnittstelle von Tierhaltung, Biologie und medizinischen Fragestellungen mit besonderem Bezug zur Veterinärmedizin.

Als Autistin und hochbegabte Analytikerin arbeitet sie mit ausgeprägter systematischer Tiefe und einem hohen Anspruch an wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit. Auch über das Studium hinaus setzte sie ihre intensive autodidaktische Arbeit fort und vertiefte kontinuierlich ihr Wissen, insbesondere im medizinischen und veterinärmedizinischen Bereich.

Aufgrund eigener gesundheitlicher Einschränkungen war sie gezwungen, sich über Jahre hinweg eigenständig in komplexe medizinische Sachverhalte einzuarbeiten. Dabei gelang es ihr, eine seltene Erkrankung zu identifizieren, die zuvor trotz ärztlicher Abklärung unerkannt geblieben war. Diese Erfahrung prägte ihren methodischen Ansatz nachhaltig: präzise Recherche, kritische Quellenbewertung und konsequentes Hinterfragen bestehender Annahmen.

Seit über 17 Jahren ist sie selbst Pferdehalterin und verbindet damit wissenschaftliche Analyse mit praktischer Erfahrung. Ihr Schwerpunkt im Pferdebereich liegt auf Atemwegserkrankungen sowie auf Fütterung. Geprägt wurde dieser Fokus maßgeblich durch die langjährige Begleitung eines eigenen Pferdes mit chronischer Atemwegserkrankung, das vor über zehn Jahren als austherapiert galt und zur Euthanasie vorgesehen war und heute ein Alter von 31 Jahren erreicht hat.