EQUINES ASTHMA

Ursachen, Management und Therapie

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EVIDENZBASIERT. KRITISCH. UNABHÄNGIG.

Fachwissen verständlich erklärt – für echte Entscheidungen statt gut gemeinter Maßnahmen.

Asthma beim Pferd ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen – und gleichzeitig eine der am wenigsten verstandenen. Zwischen Halbwissen, Trends und widersprüchlichen Empfehlungen fällt es schwer, den Überblick zu behalten.

Equines Asthma bringt auf über 300 Seiten Klarheit in das Chaos: verständlich, fundiert und wissenschaftlich belegt. Das Buch erklärt, was wirklich zählt, wie du die richtige Diagnose bekommst, welche Maßnahmen nachweislich helfen – und welche nicht. Es löst weit verbreitete Mythen auf und klärt Missverständnisse, die längst widerlegt sind.

Gleichzeitig ist dieses Buch ein Leitfaden, um Atemwegserkrankungen von vornherein zu vermeiden - denn ohne Fehler in der Haltung würde kein Pferd an Equinem Asthma erkranken.

Für alle, die ihrem Pferd wirklich helfen wollen – und für Stallbetreiber, die ihren Einstellern echte Haltungsqualität bieten möchten. Ohne Kompromisse. Ohne Trends. Ohne Marketing.

Inhaltsverzeichnis

1 Wie dieses Buch zu lesen ist

2 Equines Asthma

2.1 Einordnung und Grundlage

2.2 Übertragbarkeit zwischen Human- und Pferdemedizin

2.3 Die Pferdelunge

2.4 Equines Asthma versus akuter Husten

2.5 Begriffseinordnung

2.6 Symptomatik

2.7 Was passiert im Körper

2.8 Der wichtigste Grundsatz

2.9 Ursachen und Auslöser

2.10 Warum nicht jedes Pferd erkrankt

2.11 Sommerekzem, Stoffwechsel und Asthma – hängt das zusammen?

3 Diagnostik

3.1 Bronchoskopie

3.2 Was die Zellzählung in der Lavage konkret aussagt

3.3 Weitere diagnostische Verfahren

3.4 Ohne Diagnostik keine gezielte Therapie

4 Medikamentöse Behandlung

4.1 Corticosteroide – die entzündungshemmende Säule

4.2 Inhalationssysteme – Vernebler und Dosieraerosol

4.3 Lösung oder Suspension – warum das Inhalationssystem zum Wirkstoff passen muss

4.4 Bronchienerweiternde Medikamente

4.5 Die Kombinationstherapie ICS plus LABA

4.6 Dexamethason inhalativ – warum das nicht funktioniert

4.7 Antibiotika und Macrolide

4.8 Weitere Ansätze ohne zentralen therapeutischen Stellenwert

4.9 Was nicht funktioniert

4.10 Hyposensibilisierung – die ursächliche Therapieoption

4.11 Biologika – Ausblick auf neuere Therapieansätze

5 Körperliche Folgen und Konsequenzen für die Fütterung

5.1 Übergewicht und seine Folgen für die Atmung

5.2 Übergewicht und EMS – ein therapierelevanter Zusammenhang

5.3 Die neue Eiweißmode – die Pendelbewegung der Pferdeszene

5.4 Konsequenz für das Asthma-Management

5.5 Die indirekte Belastung durch verlängerte Liegezeiten

6 Bewegung und Atmung

6.1 Atem-Bewegungs-Kopplung in den verschiedenen Gangarten

6.2 Dauer und Intensität der Belastung

6.3 Trainingsaufbau – das Pferd langsam an die Belastung heranführen

6.4 Aufwärmen und Abwärmen innerhalb der Trainingseinheit

6.5 Erholungszeit als Indikator

6.6 Belastungsabhängige Atemwegsverengung

6.7 Atemmuskulatur und Tragemuskulatur

6.8 Umgebung und Tageszeit

6.9 Art der Bewegung und Reitweise

6.10 Longieren

7 Management

7.1 Wo anfangen? Eine Priorisierung der Belastungsquellen

7.2 Die drei Maßnahmen mit dem größten Effekt

7.3 Maßnahmen, die den Effekt der ersten drei verstärken

7.4 Maßnahmen, die sinnvoll sind, wenn die Grundlagen stehen

7.5 Was bewusst nicht auf dieser Liste steht

7.6 Der eigentliche Engpass: Umsetzung, nicht Wissen

8 Raufutter

8.1 Heu – die klassische Futtergrundlage und ihre Probleme

8.2 Lagerung von Heu

8.3 Ballenform und Pressdichte

8.4 Bedampfen, Wässern und Heulage – Was reduziert die Staubbelastung wie stark?

8.5 Bedampftes Heu

8.6 Gewässertes Heu

8.7 Heulage

8.8 Drei neuere Verfahren mit dünner Studienlage

8.9 Praktische Einordnung der Fütterungsformen

8.10 Heunetze, Raufen und Kraftfutter

8.11 Zeolith, Bentonit und Kieselgur

8.12 Was immer gilt

9 Einstreu

9.1 Grundregeln, die für jede Einstreu gelten

9.2 Die Eigenschaften der gängigen Materialien

9.3 Effektive Mikroorganismen (EM)

9.4 Hühner und andere Vögel als unbekannte Belastungsquelle

9.5 Zuschlagstoffe zur Feuchtigkeitsbindung

9.6 Was sich daraus für Asthmapferde ableitet

9.7 Den Boden konsequent organikfrei halten

9.8 Raps – viel Lärm um nichts

10 Staubquellen im Stallbetrieb

10.1 Heulagerung im Stallgebäude

10.2 Stallarbeiten als kurzfristige Belastungsspitzen

10.3 Das Reservoir auf Oberflächen

10.4 Die Luft im Stall ist ein gemeinsames System

10.5 Hühner und andere Vögel als unbekannte Belastungsquelle

11 Sprays in der Pferdepflege – ein unterschätzter Atemwegsreiz

11.1 Der Multiplikator: tägliche Anwendung über Monate

11.2 Der Anwendungsort macht den Unterschied – und wird fast immer falsch gewählt

11.3 Was in diesen Sprays steckt

11.4 Der Mythos „natürlich = atemwegsfreundlich"

11.5 Praktische Anwendungsempfehlung

11.6 Was sich auch ohne Spray erreichen lässt

12 Weidehaltung, Offenstall und Außenklima

12.1 Wann ein Offenstall wirklich offen ist

12.2 Bodenverhältnisse und Sandpaddocks

12.3 Reitplätze und Reithallen

12.4 Zuschlagstoffe zur Feuchtigkeitsbindung

12.5 Das versteckte Schimmelproblem

12.6 Die Bewässerung als zentrale Stellschraube

12.7 Pollen, Hitze und Ozon

12.8 Sehr kalte Luft

12.9 „Seeluft" – Mythos und Wirklichkeit

12.10 Belastungen aus der Umgebung

12.11 Eine wichtige Ausnahme – die weideassoziierte Form des equinen Asthmas

12.12 Eichenprozessionsspinner – ein wachsendes Problem auf Pferdeweiden

12.13 Brennhaare im Heu – ein oft übersehener Eintragsweg

12.14 Erkennung, Bekämpfung, vorbeugende Weideplanung

12.15 Aktivstall und Bewegung

13 Der Inhalatoren-Markt

13.1 Was in Inhalationsgeräten steckt – und warum das rechtlich und technisch problematisch ist

13.2 Eimer-Inhalation, Inhalationsbeutel und Stoffsäcke

13.3 Soleboxen und frei verkäufliche Inhalationslösungen

13.4 Inhalationsboxen und Inhalationsanhänger

13.5 Kochsalzlösung (0,9 %)

13.6 Sole und hypertone Salzlösungen

13.7 Ectoin

13.8 CDL, DMSO, Borax und kolloidale Lösungen

13.9 Kommerzielle Inhalationsmischungen

13.10 Das Problem der Verpackung: Inhalationslösungen in Großgebinden

14 Kräuter, Kräuterliquids und Kräutermischungen

15 MSM und Schwefelblüte

16 Nasennetze

17 Physiotherapie beim Asthmapferd

18 Schlussbemerkungen

19 Marketing und Rechtsrahmen

19.1 Futtermittel-Marketing und Futtermittelrecht

19.2 Der Markt der „alternativen" Asthma-Angebote

19.3 Das Muster – wie das Marketing funktioniert

19.4 Psychologische Mechanismen, die genutzt werden

19.5 Diagnosen ohne Untersuchung

20 Das Tierschutzgesetz – die ethische und rechtliche Basis

20.1 Der Grundsatz – Verantwortung für ein anderes Lebewesen

20.2 Die Halterpflichten – § 2 TierSchG

20.3 Die Garantenstellung des Tierhalters

20.4 Was darf nicht – die negative Pflicht

20.5 Die Verzögerung der Diagnose als Tierschutzproblem

20.6 Strafrechtliche Konsequenzen

20.7 Die ethische Aussage hinter dem Gesetz

21 Wer darf was am Pferd?

21.1 Der rechtliche Rahmen – was eigentlich gilt

21.2 Das Tierarzneimittelgesetz (TAMG)

21.3 Wenn die Krankheit den Tierarzt erfordert – die Ableitung aus dem TAMG

21.4 Die unsichtbare Folge – wenn Diagnostik nicht stattfindet

21.5 Die Verantwortungslogik

21.6 Ergänzende Behandlungen – wo der Tierheilpraktiker seinen Platz hat

22 Die flankierenden Gesetze

22.1 Das Heilmittelwerbegesetz (HWG)

22.2 Werbung nicht objektiv

22.3 Was unter „Werbung" im Sinne des HWG zu verstehen ist

22.4 Influencer, Kooperationen und Rabattcodes – ein eigenes Kapitel

22.5 Was das praktisch bedeutet

22.6 Die Sorgfaltspflicht der Empfangenden

22.7 Die Verantwortungsfrage

22.8 Die zeitliche Dimension – warum verlorene Zeit fatal ist

22.9 Heilversprechen und ihre Grenzen

23 Wenn der Tierarzt nicht weiterkommt

24 Atemwegsfreundliche Stallhaltung

24.1 Bauliche Grundlagen

24.2 Bodenverhältnisse im Außenbereich

24.3 Wassersprühsysteme und Bewässerung – sinnvoll und kritisch zugleich

24.4 Abteilbare Aufenthaltsflächen für Hitzephasen

24.5 Hecken und Windbrechen – ein unterschätzter Hebel

24.6 Der rechtliche Rahmen für Stallbetreiber

25 Anhang

Format 17x 24cm, Klappenbroschur